ECO FASHION GOES INTERNATIONAL

Model Bianca Gerlach

 
Die letzten Celebrities nehmen ihre VIP-Plätze ein. Die Spannung steigt und alle Augen sind auf den Runway gerichtet, als die Musik endlich einsetzt. Starke Silhouetten aus festem Baumwollstoff mit Allover-Prints und großen Knöpfen mit Applikationen bewegen sich im fließenden Gang der Models auf dem Catwalk der Spring Studios. Seit 2010 präsentiert das nachhaltige Luxuslabel EDUN seine Mode auf der New Yorker Fashion Week und erntet dafür viel Begeisterung.

 

Mit ökologischen Stoffen sowie fairen Arbeitsbedingungen bei der Produktion und im Handel gehört das New Yorker Label zu den erfolgreichsten nachhaltigen Marken im High-Fashion-Bereich. Auch die bekannte Designerin StellaMcCartney setzt auf vegane Stoffe und Fair Trade. Im internationalen Raum wird die Bedeutung von grüner Mode immer deutlicher spürbar.

Von Europa über Amerika bis nach Australien verbreiten sich die Eco Fashion Weeks. Inzwischen zeigen 166 Firmen ihre nachhaltige Mode bei der Ethical Fashion Show und im Green Showroom in Berlin während der Berliner Fashion Week 2016. Tendenz steigend. Eine stetig wachsende Anzahl nachhaltiger Brands und Netzwerke verbindet Ökologie, Schonung von Umwelt und Gesundheit, faire, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Tierschutz mit topaktueller Mode in bunten Farben und modernen Schnitten nach den neusten Trends. In Rekordzeit promoten Designer_innen und Blogger_innen die schon längst globale Strömung, in der man Mode nicht nur mit viel Freude, sondern auch mit gutem Gefühl genießen will.

„Auch wenn immer noch diskutiert wird, was -“grün”- oder -“vegan”- letzten Endes bedeutet, ändert sich die Branche rasend schnell. Es gibt mittlerweile ein hohes Spektrum an zukunftsweisenden neuen Unternehmen, die diesen neuen Markt erobern. Viele talentierte Newcomer-Designer_innen verlassen die Universitäten mit einem verstärkten Bewusstsein für unsere Umwelt. Jede_r Einzelne von ihnen zeigt dabei auf, dass die Stereotypen und Erwartungen an unsere ursprüngliche demografische Sichtweise nicht mehr zeitgemäß sind und dass Mode und Ethik nicht unbedingt Exklusivität verkörpern müssen“, erklärt Natalie Dean, Gründerin des veganen Luxus-Schuhlabels Beyond Skin mit Hauptsitz in England. Das Label lässt seine modische Schuhmode für Frauen zu 100 % “cruelty-free“ in Spanien herstellen.

Auch im deutschen Raum entstehen ständig neue internationale Plattformen. Neben dem Fair Fashion Network GET CHANGED! verfolgt das globale Sustainable Fashion Network das Ziel, Nachhaltigkeit beim Modedesign voranzutreiben und im Bewusstsein von Student_innen, Journalist_innen und Kund_innen zu verankern. Modejournalistin Nina Schmidt gründete dieses Netzwerk während ihres Studiums an der AMD Akademie Mode & Design in Berlin und wurde bereits mit dem Social Responsibility Award der Hochschule Fresenius ausgezeichnet.

Immer mehr Onlineshops schließen sich dem Trend an und vertreiben grüne Mode weltweit. Der US-Onlineshop HELPSY verkaufte als einer der Ersten im Jahr 2012 coole öko-faire Accessoires, Modeartikel, Schuhe und Beauty Items von einer Vielzahl von Designer_innen mit einer hohen Dosis an Spaß, Girl Power und Style. Viele internationale Onlineshops folgten der Idee!
Der öko-faire Trend ist inzwischen der am stärksten wachsende Bereich der internationalen Modewelt. Ob grüne Modemessen, Brands, Netzwerke oder Onlineshops – sie erhalten stetig neuen Zuwachs. All dies zeigt, dass nachhaltige Kleidung längst im internationalen Mainstream der Mode angekommen ist.

 

Stand 2016

Öko-faires Online-Shopping bei Helpsy; FOTO: HELPSY

Vegane Schuhe von Beyond Skin; FOTO: Beyond Skin

Öko-faires Online-Shopping bei Helpsy; FOTO: HELPSY

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